Elisabeth Fuchs

Elisabeth Fuchs

Anlässlich der Eventreihe „A Symphonic Tribute to Michael Jackson” durften wir uns mit der Chefdirigentin der Philharmonie Salzburg Elisabeth „Lisi“ Fuchs unterhalten. Gemeinsam sprachen wir über ihren musikalischen Werdegang, was Musik für sie bedeutet und wie die Idee zu diesem musikalischen Tribut an Michael Jackson zustande kam. 

Elisabeth „Lisi“ Fuchs sprüht vor Energie und das nicht nur am Dirigentenpult. Als Gründerin und Chefdirigentin der Philharmonie Salzburg hat sie in den letzten 25 Jahren nicht nur ein Orchester aufgebaut, sondern gleich ein ganzes musikalisches Universum geschaffen: Chor, Kinder- und Jugendphilharmonie inklusive. „Wir sind insgesamt rund 400 Mitwirkende, von den kleinsten Kindern bis zu professionellen MusikerInnen,“ meint Fuchs mit Stolz in der Stimme. 

Diese Leidenschaft zieht sich wie ein roter Faden durch ihren Werdegang. „Ich habe eigentlich immer schon musiziert. Musik war schon von klein auf Teil meines Lebens.“ Doch der entscheidende Moment kam mit 16 Jahren. Bei einer Aufführung der Matthäus-Passion unter der Leitung von Franz Welser-Möst in London erlebte sie, welche emotionale Wucht Musik entfalten kann. „Das war so berührend, während ich den Choral gesungen habe, haben sich Welser-Möst und ich uns angeschaut und wir hatten beide Tränen in den Augen“, erinnert sie Fuchs. „Ich war einfach nur gebannt. Wow, das ist Musik, das kann Musik bewegen, das ist another dimension.“ So kam die Erkenntnis: Musik kann mehr sein als nur Klang, sie kann verbinden, erschüttern, transformieren.

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Dass sie selbst einmal Dirigentin werden würde, schien damals noch fern. Heute ist genau das ihr Leben. Und eines, das sie mit bemerkenswerter Klarheit beschreibt: „Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen.“

Struktur, Timing, Organisation

Spannend ist auch ihre Verbindung von ihrem Musikstudium und ihrem Mathematikstudium. Was zunächst ungewöhnlich klingt, ist für Fuchs eine perfekte Symbiose. „Beim Dirigieren und beim gleichzeitigen Erfassen komplexer Partituren und dem Führen eines großen Ensembles zahlt sich diese Kombination aus,“ erklärt die Dirigentin. „Wenn ich musiziere, musiziere ich. Da ist nichts außer Emotion.“ Aber gleichzeitig läuft im Hintergrund ihre innere Uhr mit: Struktur, Timing, Organisation.

Doch bei aller Professionalität bleibt für Elisabeth Fuchs immer präsent: die Freude an der Musik. „Ich bin nie nervös, wenn ich dirigiere“, erzählt Fuchs. „Ich gehe auf die Bühne und ich freue mich nur.“ Besonders wichtig ist ihr dabei die Arbeit mit jungen Menschen. Mit Projekten wie den Kinderfestspielen schafft sie Räume, in denen Musik unmittelbar erlebbar wird. Denn: „Kinder sind das ehrlichste Publikum überhaupt. Wenn etwas nicht funktioniert, merkt man es sofort, aber wenn es funktioniert, entsteht pure Musik-Magie.“

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„A Symphonic Tribute to Michael Jackson“ ist der Titel ihres nächsten musikalischen Großevents. Für Fuchs das logische Ergebnis einer längeren Entwicklung. Nach Programmen mit ABBA, Queen und den The Beatles widmet sie sich nun dem „King of Pop“. Das kommt mit maximalem Anspruch.

„Ich liebe Emotion, Energie und Rhythmus“

„Ich liebe Emotion, Energie und Rhythmus und Michael Jackson: Einfach der Wahnsinn“, sagt sie und lacht. Für sie ist klar: Diese Musik gehört auf die große Bühne. Gemeinsam mit den international renommierten Michael Jackson-Imitatoren Jamaal Fields-Green und Benét Monteiro, der Tanzcrew der Londoner „The Tellers Dance Company“ und ihrem großen Salzburger Orchester will Fuchs Jacksons Songs neu erlebbar machen. „Das wird klasse. Jeder, der nicht kommt, wird was versäumen“, kündigt sie selbstbewusst an. Ihre Begeisterung ist wahrlich ansteckend. 

Für Elisabeth Fuchs ist Salzburg einzigartig. Sie schätzt die kulturelle Dichte, die ihresgleichen sucht. Zwischen Untersberg, Altstadt und Festspielhäusern entsteht ein Raum, der inspiriert. „Es liegt so viel Musik in der Luft hier in Salzburg“, sagt sie. „Man geht raus und denkt: Hier ist die Welt in Ordnung.“

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Elisabeth Fuchs steht genau für diesen Spirit: zwischen Klassik und Pop, Struktur und Emotion, Disziplin und Ekstase. Oder, in ihren eigenen Worten: „Ich liebe Musik. Ich bleibe hier. Das gefällt mir richtig gut.“
Interview und Text: Sebastian Brandstätter. Alle Fotos in diesem Beitrag: Erika Mayer

Tickets zu „A Symphonic Tribute to Michael Jackson” gibt es auf der Website der Philharmonie Salzburg.

Veröffentlicht 16. April 2026
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