Fridas Welt

Frida Kahlo (1907-1964) ist eine Ikone der lateinamerikanischen Malerei und spielte auch in der Darstellung von LGBT-Lebensentwürfen in der Kunst eine Rolle. Ab 10. Oktober kommt das Ballett „Fridas Welt“ in einer Wiederaufnahme der Spielzeit 2026/27 auf die Bühne des Salzburger Landestheaters.
Kahlos bewegtes Leben interessiert die Menschen so sehr wie ihre vielen autobiographischen Bilder. „Ich male mich, weil ich sehr viel Zeit allein verbringe und weil ich das Motiv bin, das ich am besten kenne.“
Innere Zerrissenheit und körperliche Versehrtheit
Körperlich durch Krankheiten in ihrer Kindheit und einen schweren Verkehrsunfall als 18-Jährige häufig ans Bett gefesselt, malte sie oft sich selbst. So entstanden im Laufe ihres Lebens 55 Selbstporträts, die ihre innere Zerrissenheit und körperliche Versehrtheit spiegeln. Sie trotzte dem Leben mehr Intensität ab, als bei ihrer Krankheitsgeschichte vorstellbar ist.
Sie war als Marxistin eine wichtige Stimme im politischen Mexiko. Und sie hatte ein bewegtes Liebesleben. Affären mit Männern als auch mit Frauen während sie mit ihrem Mann verheiratet war. Ihr berühmtes Gemälde „Zwei Akte im Wald“ (s.u.) zeigt Kahlos Liebe und Anziehung zu Frauen und war Meilenstein in der Darstellung von LGBTQ+ in der Kunst.

Ballettchef Reginaldo Oliveira nähert sich der Künstlerin und dem Menschen an und lässt sich in seiner Bewegungssprache von der emotionalen Kraft sowie der ausgeprägten Farbigkeit der Bilder Frida Kahlos inspirieren.
Oliveira, selbst Brasilianer, hat bereits 2018 mit seiner Choreographie „Balacobaco“ eine Hommage an das brasilianische Lebensgefühl auf die Bühne des Salzburger Landestheaters gebracht. Nun entführt er erneut auf den lateinamerikanischen Kontinent, unterstützt von dem Bühnenbildner Matthias Kronfuss. Gemeinsam haben sie zuletzt das Salzburger Publikum mit ihrer Interpretation von „Dornröschen“ verzaubert.
Frida Kahlo erhielt erst am Ende ihres Lebens die Aufmerksamkeit einer Einzelausstellung in ihrem Heimatland Mexiko. Im Zuge der Frauenbewegung der 1970er Jahre setzte ein bis heute ungebrochenes internationales Interesse an ihren Arbeiten und ihrer besonderen Persönlichkeit ein. Ab 10. Oktober als Wiederaufnahme der Spielzeit 2026/27 am Salzburger Landestheater.
Peter Goebel









Salzburger Landestheater 10.10.2026 bis 2.01.2027
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