Gallery Weekend Salzburg 2022
Beim Gallery Weekend Salzburg vom 27. bis 30. Juli zeigen 22 Galerien die breite künstlerische Vielfalt der Salzburger Galerieszene.

Salzburg hat mit seiner weltweiten Bedeutung als Ort des Kulturschaffens im Laufe eines Jahres viele Festivals, bei denen geballte Kultur-Kompetenz auf ein begeisterungsfähiges aber auch kritisches Publikum trifft. So rücken z.B. die Salzburger Festspiele oder die Mozartwoche die Stadt jedes Jahr für diese Zeit in den weltweiten Fokus ihres Themas. Bei der reichen Kulturgeschichte der Stadt nimmt es auch kein Wunder, dass Maler und Bildhauer an dem Gesamtkunstwerk Salzburg mitgewirkt haben. So gibt es in der Stadt Galerien teils mit mit 100-jähriger Tradition.
Vom 27. bis 30.07. präsentiert das Gallery Weekend Salzburg 22 Galerien und ihre aktuellen Ausstellungen. „An mehreren Tagen bietet sich die Möglichkeit, aufgrund eines kompakten und abwechslungsreichen Programmangebotes in den zeitgenössischen Galerien und Ausstellungsräumen, die vielfältige Kunstszene vor Ort zu erkunden.“ So das Gallery Weekend Salzburg in seiner Selbstdarstellung. Die Vielfalt ist beträchtlich.

Die Galerie Mario Mauroner präsentiert Gemälde und Skulpturen gleich an zwei Standorten in Salzburg. Ab 23. Juli jeden Samstag von 12-16 Uhr (während der Salzburger Festspiele) lädt die Galerie zur Art Lounge am Ignaz-Rieder-Kai ein. In entspannter Atmosphäre kann man im dortigen Skulpturengarten und Galeriehaus im persönlichen Gespräch von KünstlerInnen der Galerie mehr über ihre Arbeitsweise und Inspirationen erfahren. Die Ausstellung zum Gallery Weekend „My One and Only“ (love is the only superstar), die verschiedene Facetten der Liebe zeigt, wird kuratiert von Stephan Stoyanov. Die alten Griechen hatten 8 Begriffe, um Liebe zu beschreiben, von Eros für die romantische, leidenschaftliche Liebe bis zur Manie als obsessive Liebe. Zu allen 8 Begriffen werden Werke gezeigt. Unter anderem ein Werk des spanischen Künstlers Carlos Aires, der in seinen Bildern (s.o.) auch queere Lebensentwürfe sichtbar macht. Am anderen Galeriestandort, im Innenhof der Residenz, zeigt die Galerie Mario Mauroner zum Gallery Weekend „Inspire Me“ – 8 ausgewählte Meisterwerke.

Pop Art ist das Thema der Galerie Walentowski in der Sigmund-Haffner-Gasse 3. „Bei uns finden Sie Werke des beliebten 3D-Künstlers Charles Fazzino, sowie der österreichischen Künstlerin Fiona Hernuss und natürlich Klassiker von Udo Lindenberg, Otto Waalkes und vieler weiterer Künstler“ so die Galerie in ihrer Selbstdarstellung. Neben den genannten Künstlern gibt es hier auch Werke von Thomas Jankowski, zum Beispiel einen kraftvollen Freddie Mercury.

Die Galerie Trapp in der Griesgasse 6 zeigt zum Gallery Weekend Gemälde von Franziska Maderthaner. Country Punk nennt sie ihre Gemälde, die in der Zeit der Corona-Eremitage entstanden sind. In dem Porträt der Künstlerin schreibt die Galerie: „Das Auto, Synonym von Fortbewegung und Freiheit, wurde in den Pandemiezeiten metaphorisch ‚begraben‘. Auf Autofriedhöfen am Land finden diese emotional aufgeladenen Gegenstände ihre Beisetzung. Dass sich die Natur im Laufe der Zeit ihren Raum zurückerobert, liefert poetische wie zivilisationskritische Bilder. Die Natur und ihre wuchernde Wildheit, das Tiersein in unberechenbarer Umgebung, das ist Country Punk.“
Spaziergang durch die Welt der Kunst
Die Leica Galerie in der Gaisbergstraße 12 zeigt Fotografien von Lars Eidinger. Der derzeitige Jedermann bei den Salzburger Festspielen ist auch als Fotograf kunstschaffend. Die Leica-Galerie ist wie viele andere Anlaufpunkt bei den geführten Artwalks. Versierte KunstfüherInnen begleiten durch ausgewählte Galerien und ermöglichen Austausch zu Fragen an die KünstlerInnen und GaleristInnen. Die Artwalks sind kostenlos.
Gallery Weekend Salzburg 2022, 27.07. bis 30.07.2022
Tanz der Planetenwanderer
Der Himmel und die Planeten – der Stoff aus dem Träume sind. Die Osterfestspiele Salzburg greifen in der Sparte Tanz genau diesen Traumstoff auf. „Planet [wanderer]” soll das Publikum verführen, sich diesem kosmischen Stoff hinzugeben. Doch was genau darf man sich von der Aufführung erwarten und von wem stammt die tänzerische Reise in den Weltraum? [Weiterlesen]
„Heartbroken“
Der Ring der Nibelungen von Richard Wagner ist ein musikalischer Klassiker – zu den Osterfestspielen 2026 wird dieses große Werk neu gedacht. Mit dubbischen Elektro-Sounds statt großem Orchester soll es den mystisch-nordischen Stoff der Nibelungen in die heutige Zeit befördern. Wie zwei Berliner KünstlerInnen Wagners Schaffen in eine moderne Perspektive rücken. [Weiterlesen]
Stadtführung mal anders
Bischof Arn, Erzherzog Ludwig Viktor oder der Forschungsreisende Alexander von Humboldt lebten in Salzburg, waren queer und haben in der Schönen an der Salzach bis heute ihre Spuren hinterlassen. Diesen geht die queere Stadtführung mit Roman Forisch nach, die es in diesem Sommer an drei festen Terminen geben wird. [Weiterlesen]





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