Osterfestspiele Salzburg 2026
Foto: Andreas Kolarik

„Heartbroken“

Im Kulturbereich ist es wegweisend, Neues auszuprobieren und den Horizont zu erweitern. Neben der Sparte „Tanz“ haben die Osterfestspiele Salzburg seit 2023 noch einem weiteren künstlerischen Bereich geöffnet: die Elektronische Musik, dieses Jahr mit „Heartbroken“

Auch dieses Jahr trifft die Tradition der Osterfestspiele Salzburg wieder auf Innovation. Mit dem Werk „Heartbroken“ wird das musikalische Schaffen von Richard Wagner auf eine ganz neue Art zum Leben erweckt.

Der Ring der Nibelungen

Zu Richard Wagners bekanntesten Werken gehört der Opernzyklus „Der Ring der Nibelungen“. Für dieses musikalische Meisterwerk bediente sich der deutsche Komponist und Schriftsteller nordischen Mythen wie den Drachen „Fafner“ und Heldenfiguren wie Siegfried, Brunnhilde und Hagen. In seiner Oper in den vier Akten „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ erzählt Wagners Werk eine Geschichte von Liebe, Schuld und Verrat. Den Schluss bildet die Götterdämmerung, in der alles zugrunde geht: Götter, Helden und das Kriegerparadis „Walhall“.

Die Berliner Musikerin Anja Schneider und der Berliner Fotograf Sven Marquardt greifen diesen sagenumwobenen Stoff auf und kreieren daraus ihr neues Werk: „Heartbroken“. Schneider schwebt für die Neuverfassung der Nibelungensage ein „urbaner, technoider, dubbiger Sound vor – dunkel und geheimnisvoll“. 

„Die Berliner Musikerin Anja Schneider ist eine feste Größe im Bereich der elektronischen Musik. Als DJ, Produzentin und Labelchefin prägt sie die deutsche und internationale House- und Technokultur seit den 1990er Jahren entscheidend mit. Ihr Sound zeichnet sich durch eine große emotionale Tiefe aus, in der sich elegante Melodik und energetische Beats vereinen – ein Stil, der sich sowohl in ihren DJ-Sets als auch in ihren eigenen Tracks wiederfindet“ (aus der Biografie von Anja Schneider auf der Seite der Osterfestspiele Salzburg 2026).

„Heartbroken“: „Brücke zwischen Festspieltradition und Clubästhetik“

Für die visuelle Atmosphäre sorgt Sven Marquardt. Wie seine musikalische Kollegin sieht er für das Event einen düsteren Raum, passend zu den elektronischen Sounds. „Es reizt mich besonders, eine Brücke zwischen Festspieltradition und Clubästhetik zu schaffen“, so Marquardt.

„Der gebürtige Ostberliner Sven Marquardt ist das wohl berühmteste Gesicht der Berliner Clubszene. Der Autor und Fotograf war ab Mitte der 1980er Jahre maßgeblich an der Entstehung der Punk-, New-Wave- und Künstlerszene im Stadtteil Prenzlauer Berg beteiligt. Ende der 90er-Jahre begann er als Türsteher im legendären Berliner Club „Ostgut“ zu arbeiten. Damit wurde er zu einer Ikone des Nachtlebens“ (aus der Biografie Sven Marquardts auf der Seite der Osterfestspiele Salzburg 2026).

Vom Wagnis zum Wegweiser

Die Neuausrichtung der Osterfestspiele 2023 soll ein neues Publikum ansprechen. Besonders „Heartbroken“ erleichtert Kultur-Neulingen den Einstieg in die Welt der renommierten Osterfestspiele und das dank günstiger Ticketpreise. „Heartbroken“ ist für alle, die Wagners Genie neu erleben wollen und gemeinsam in die dunkel, geheimnisvolle Welt der elektronischen Musik eintauchen möchten.
Sebastian Brandstätter

„Heartbroken” 02.04.2026 um 22 Uhr in der Felsenreitschule. Tickets gibt es hier

Veröffentlicht 12. Februar 2026
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