Osterfestspiele Salzburg 2026
Alle Fotos in diesem Beitrag: rahirezvanistudio

Tanz der Planetenwanderer

Tanz hat den Menschen schon immer fasziniert. Zu jeder Epoche in jeder Gesellschaft war und ist der Ausdruck durch Tanz essenzieller Bestandteil der Kultur.

Seit 2023 gehört die Sparte „Tanz“ fest zum Programm der Osterfestspiele Salzburg. In vergangenen Performances wurden die ZuschauerInnen schon in die Welt von Angelin Preljocajs „Requiem(s), der „Johannes-Passion“ und Emanuel Gats „Träume“ entführt.

Dieses Jahr geht es mit dem Werk „Planet [wanderer]” tänzerisch hoch hinaus ins Weltall. Eine Geschichte von Planeten und Wanderern. Denn Planet kommt aus dem Griechischen „planētēs” und bedeutet „der Wanderer“. Ein passender Name für die Himmelskörper, die ununterbrochen nicht nur auf ihrer Umlaufbahn wandern, sondern sich auch um die eigene Achse drehen, so als würden sie tanzen. Nicht ohne Grund haben sie schon seit je her die Menschen zum Träumen angeregt. 

Leben in einer kargen Welt

Es ist dunkel, mystisch und glitzert. In einer Welt bestehend aus schwarzem Sand, Meteoriten und Sternenstaub tanzen acht TänzerInnen auf der großen Bühne im Salzburger Festspielhaus. Sie verkörpern die großen Planeten am Firmament, die auf träumerische Art miteinander interagieren, sich abstoßen und anziehen.

Auf den ersten Blick wirkt alles karg und trocken, doch trotzdem blüht so viel Leben und Emotion zwischen den TänzerInnen. Raum und Zeit verschwimmen und die ZuschauerInnen werden in den Bann gezogen.

„Künstlerische Liebe auf den ersten Blick“

Die verträumte Choreografie von „Planet [wanderer]” stammt vom belgischen Tänzer und Choreografen Damien Jalet. Er wirkte bereits in Luca Guadagninos Tanzfilm „Suspiria“ und der Oper „Satyagraha“ von Sidi Larbi Cherkaoui mit. 

Für die Szenographie und das damit verbundene eindrucksvolle Bühnenbild verantwortlich ist der japanische Künstler Kohei. Er hat sich mit seinem monumentalen Werk „Throne“, das 2018 im Pariser Louvre ausgestellt wurde, international einen Namen gemacht. 

Zwei renommierte Künstler also, die auch schon miteinander gearbeitet haben. Das 2024 erstaufgeführte Tanz- und Theaterstück „MIRAGE [transitory]“ stammt aus der gedanklichen Feder der beiden, die selbst über sich sagen: „Es war künstlerische Liebe auf den ersten Blick.“
Sebastian Brandstätter

Das Video zu „Planet [wanderer]” hat eine Altersbeschränkung und ist daher nur bei Youtube zu sehen. „Planet [wanderer]”wird am 30.03.2026 um 19 Uhr im Haus für Mozart aufgeführt. Tickets gibt es hier

Veröffentlicht 10. Februar 2026Aktualisiert 12. Februar 2026
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