CSD Parade Salzburg 2025

Das war die CSD-Parade Salzburg 2025

So viele Menschen wie nie zogen gestern (6.09.) durch Salzburg um unter dem Motto „Be visible Schatzi!“ für die Rechte der queeren Community in Salzburg und anderswo zu demonstrieren. Das war die CSD-Parade Salzburg 2025

Premiere bei der CSD-Parade in Salzburg: das erste Mal trat zum Beginn der 1. Bürgermeister der Stadt Salzburg Bernhard Auinger ans Mikrofon und betonte, wie wichtig Vielfalt für die Stadt Salzburg sei. Und dass Salzburg auf jeden Fall ein safe space für queere Menschen sei. Der Auftritt war kurz aber die Botschaft war deutllch.

Genau betrachtet liegt der Gedanke der Vielfalt in der DNA der Weltkulturerbestadt Salzburg verankert. Ohne den multikulturellen Input wäre das vielfältige Kulturleben der Stadt nicht denkbar. Und in der Tat, Salzburg war voll auf den höchsten Feiertag der queeren Community eingestellt.

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Der Salzburger Verkehrsverbund kündigte Behinderungen auf Linien, die die Parade kreuzten an, der Polizeiwagen, der die Parade anführte zeigte in Leuchtschrift „Pride Parade“. Das Selbstverständlichste der Welt. Da kommt einem Conny Felice, Geschäftsführerin der HOSI Salzburg in den Sinn, die 2023 im queersalzburg.at-Interview davon sprach, der Stadtgesellschaft auf Augenhöhe begegnen zu wollen. Es sieht nach einem Erfolg aus.

Eine weitere Premiere dieses Jahr war, dass das Orga-Team vor Paradenstart die Besucher deutsch und englisch darauf aufmerksam machte, dass sich die Teilnehmenden bei Störungen oder Angriffen von außen an das Awareness-Team wenden sollten – erkennbar an signalfarbenen Westen. Dies war sicher der ständig anwachsenden Polarisierung in den westlichen Gesellschaften geschuldet. So gab es zuletzt zum Beispiel in Ostdeutschland gezielte Störungen von Pride-Veranstaltungen.

Die Parade startete mit einer halben Stunde Verspätung und es war schnell klar, dass diese CSD-Parade die größte war, die Salzburg je gesehen hat. Am Mirabellplatz und an der regenbogenbeflaggten Staatsbrücke wurde für Wortbeiträge und eine Schweigeminute angehalten. Tenor war die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft, zum Beispiel im Nachbarland Ungarn, in den USA aber auch in Österreich selbst.

Bei der Kundgebung zum Paradenende an der Uni Nonntal betonte Conny Felice noch mal wie wichtig es sei, dass sich die Gesellschaft nicht spalten lasse und – egal wie groß die Gräben sind – miteinander geredet werden muss. Ein versöhnlicher Appell in Zeiten wo viele immer unversöhnlicher argumentieren und auch handeln. Um so wichtiger, dass die queere Community sich zeigt und für ihre Rechte eintritt – Be visible Schatzi!
Beitrag: Peter Goebel, Fotos: Carina Karolus

Veröffentlicht 7. September 2025
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