Regenbogenflagge Salzburg

Salzburg zeigt Farbe

Anlässlich des Pride Monat Juni werden auf der ganzen Welt Regenbogenfahnen gehisst als Zeichen der Vielfalt und Akzeptanz verschiedener Geschlechtsidentitäten und Sexualitäten. Auch die Mozartstadt zeigt sich an vielen Plätzen im Juni von ihrer buntesten Seite.

Der Regenbogen ist das Zeichen für queere Sichtbarkeit in der ganzen Welt, aber wie kam es eigentlich dazu? Der Regenbogen wurde Ende der 1970er-Jahre zu einem internationalen Symbol der queeren Gemeinschaft. Die erste Regenbogenflagge wurde 1978 vom US-amerikanischen Künstler und Aktivisten Gilbert Baker entworfen. Ihre bunten Farben stehen für Vielfalt, Offenheit und den Stolz auf unterschiedliche Identitäten. Mit der Zeit verbreitete sich die Flagge weltweit und wurde zum Zeichen für die Sichtbarkeit und Gleichberechtigung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und weiteren queeren Menschen.

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Und warum ist der Juni traditionell der Pride Monat? Der Juni gilt als Pride Monat, weil im Juni 1969 die sogenannten Stonewall Riots in New York stattfanden, die als wichtiger Wendepunkt im Kampf für die Rechte queerer Menschen gelten. Dort wehrten sich Gäste und Personal der Schwulenbar Stonewall Inn gegen eine Polizeirazzia.

Regenbogenflaggen und Zebrastreifen

Nun über 50 Jahre später gehören der Pride Monat Juni sowie die Regenbogenfahnen fest zur queeren Community. Auch Salzburger Institutionen wie das AMS (Arbeitsmarktservice), das Mozarteum oder die Paris Lodron Universität hissen große Regenbogenflagge anlässlich des Pride Monats vor ihren Gebäuden. 

Der Regenbogenzebrastreifen am Mirabellplatz (eingefärbt 2021) sowie der im Andräviertel (eingefärbt 2023) gehören mittlerweile zum Salzburger Stadtbild. Diese sind das ganze Jahr sichtbar und zeigen auch über den Pride Monat hinaus, dass Salzburg eine weltoffene Stadt ist – Salzburg zeigt Farbe.

Respekt für Menschen unterschiedlichster Hintergründe

Neu dabei: Zum ersten Mal wurden dieses Jahr die Salzburger O-Busse mit Regenbogenflaggen ausgestattet. Eine Geste der Akzeptanz und des gegenseitigen Respekts. In Städten wie zum Beispiel Wien wird diese Geste im öffentlichen Nahverkehr schon seit Jahren praktiziert.

Doch dieses bunte Zeichen des Salzburger Verkehrsbunds sorgte für einige Fragezeichen beim Salzburger Politiker Paul Dürnberger. Er ist Klubobmann (Vorsitzender) der rechten Partei FPÖ Salzburg. Auf seine Anfrage, wer diese Beflaggung veranlasste und welche Zielsetzung damit verfolgt werde, antworte der Salzburger Verkehrsbund öffentlich: „Als öffentliches Verkehrsunternehmen befördern und beschäftigen wir Menschen unterschiedlichster Hintergründe. Die Salzburg Linien stehen für einen respektvollen Umgang mit allen Fahrgästen und Mitarbeitenden.

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Auch in Salzburg gibt es Stimmen, die fragen, ob Sichtbarkeit der LGBTQIA+ Community durch Regenbögen im Jahr 2026 noch nötig seien. Die Thematik der Beflaggung der O-Busse ist ein aktuelles Zeichen für diese Diskussion. Auf diese Fragen antwortet Florian Niederseer, Gründer und Obperson des queeren ländlichen Vereins Heublumen: „Auch wenn es kleine Fähnchen sind, sind sie ein großes Zeichen der Wertschätzung. Als queerer Salzburger fühlt man sich damit gesehen und steigt gleich ein Stück viel lieber in den O-Bus.“
Sebastian Brandstätter

Veröffentlicht 5. Juni 2026
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