Kaiviertel Salzburg

Kreativfestival Hand.Werk.Stadt.

Das Kreativfestival Hand.Werk.Stadt. hat offiziell begonnen. Wir von QueerSalzburg durften drei unterschiedliche Events im Rahmen des Festivals begleiten und uns diverse Handwerke ansehen. Von dem Talent, Worte gekonnt auf ein Blatt Papier zu bringen und vorzutragen, über eine Führung durch das malerische und handwerklich-geprägte Kaiviertel bis hin zu einer ganz besonders süßen Art des Handwerks.

Unsere erste Station war auch gleich das offizielle Eröffnungsevent der Hand.Werk.Stadt. Beim Poetry Slam „Einfach der Hammer“ in der Szene Salzburg, gehostet von Lukas Wagner, teilten sechs junge Talente (alle unter 20 Jahren) ihre persönlichen Gedanken zum Thema Handwerk mit dem Publikum. Lobreden an diejenigen, die seit vielen Jahrzehnten Fähigkeiten sowie traditionelles Machwerk an die nächste Generation weitergeben und die Salzburger Altstadt mit Leben füllen.

Die zwei FinalistInnen Sarah und Paul überzeugten das Publikum so sehr, dass gleich beide als GewinnerInnen des Abends gekürt wurden. Belohnt wurden alle sechs PoetInnen mit Lollipops, frisch aus der Salzburger Zuckerlwerkstatt (s.u.). 

Kaiviertel „Dreierlei“

Schon seit Jahrhunderten gehen UnternehmerInnen und HandwerkerInnen ihrer täglichen Arbeit im Kaiviertel nach. Passend zu diesem geschichtsträchtigen Ort lernten wir im Rahmen der Kaiviertel-Führung „Dreierlei“ drei verschiedenen Betriebe kennen.

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Den Anfang machte das Kunstatelier Martina Mühlfellner. Die Handwerksmeisterin Martina sprach über ihre Schmuckphilosophie „Schmuck ist für mich eine alltägliche Freude, wenn ich beispielsweise auf meinen Ring oder meine Halskette schaue.“

Weiter ging es zu Lederwaren Hladik. Bei Hladik werden die verschiedensten Lederarten schon in vierter Generation verarbeitet. Von alltäglichem Leder wie Rind bis hin zu exotischen Exemplaren wie Stör-, Schlange- oder Straußenleder.

Beendet wurde die Führung im The Living Store. Hier findet man hunderte Bilderrahmenmuster in allen möglichen Farben und Muster. „Wir kümmern uns um alles, wenn wir ein Bild bekommen – vom maßgeschneiderten Einrahmen bis hin zur richtigen Verglasung. Den Nagel zum Aufhängen geben wir gleich mit dazu“, scherzt der Eigentümer Alexander Chaloupka.

Den süßen Abschluss unserer Hand.Werk.Stadt.-Reise finden wir in der Salzburger Zuckerlwerkstatt. Dort lassen die ZuckerlbäckerInnen ein Jahrhunderte altes Handwerk aufleben. Mit einem guten Gefühl für Temperatur, gutem Timing und geschickten Händen kochte Natalie Zuckermasse, knetete die Masse in die richtige Form, färbte den Zucker ein und zauberte zum Abschluss kleine Regenbogenherzen. 

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Natalie bei ihrer Arbeit zuzuschauen war sehr beeindruckend. Besonders bei der Arbeit am Knethaken zeigte sich ihre Fertigkeit und erweiterte den süßen Horizont aller Anwesenden.

Auf unsere Frage, was dieses süße Handwerk für sie so besonders macht, antwortet Natalie: „Man lernt einfach nie aus. Das Handwerk der Zuckerlbäcker ist schon so alt aber ich lerne immer wieder etwas Neues dazu. Hier können wir den Menschen einfach zeigen, was mit Zucker alles möglich ist.“
Text und Fotos: Sebastian Brandstätter

Die Hand.Werk.Stadt. läuft noch bis zum 25. April. Das Programm zum Festival gibt es hier

Veröffentlicht 19. April 2026
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